Allgemeines
- Besichtigen Sie einige Studios und Informieren Sie sich unverbindlich
über das Angebot
- Ein ausführliches Beratungsgespräch sollte jedem Piercing
vorausgehen.
Hygiene – Die behandelnde Person
- Die behandelnde Person sollte waschbare Arbeitskleidung tragen.
Bedruckte T-Shirts oder Bunte Hemden sehen zwar cool aus, aber
Bakterien lassen sich durch Waschen bei niedrigen Temperaturen
nicht entfernen.
- Die Unterarme der behandelnden Person sollten frei sein.
- Ihr Piercer trägt je nach Aufforderung sterile oder unsterile
Einmalhandschuhe.
- Offene Haare, lackierte Fingernägel,Ringe und Armbänder
oder ungeschützte lange Bärte bergen ein hohes Infektionsrisiko.
Hygiene – Die Behandlungsräume
- Die Behandlungsräume sollten separat abgeteilt und nicht
einzusehen sein
- Alle Einrichtungsgegenstände sowie Boden und Wände
sollten feucht abwaschbar sein.
- Im Studio herrscht Rauchverbot und Tiere haben keinen Zutritt.
Hygiene – Materialien und Geräte
- Schmuckteile und Werkzeuge, welche mehrfach benutzt werden,
sind in sterilen Päckchen eingepackt und werden jeweils vor
den Augen der Kunden geöffnet. Fragen Sie nach dem Sterilisationsdatum
und wie die Teile gelagert werden. Auch diese Sterilpäckchen
haben ein Verfallsdatum, welches je nach Lagerung nur 24 Stunden
betragen.
- Das Studio sollte über einen Dampfdruck Sterilisator (Autoclav)
verfügen, welcher halbjährlich auf seine Funktionstüchtigkeit
geprüft wird. Lassen Sie sich den letzten Prüfbericht
zeigen.
- Die Behandlungsliege sollte mit Einwegpapier belegt sein, welches
nach jedem Kunden gewechselt wird. Handtücher oder Frotteelaken
gehören hier nicht hin.
- Die Behandlungsliege und die Arbeitsflächen sollten ebenfalls
nach jedem Kunden feucht desinfiziert werden.
Beratungsgepräch
- Sie sollten unaufgefordert über alle Risiken informiert
werden.
- Es wird nach einem evtl. vorhandenen Allergiepass gefragt.
- Das Gespräch sollte anhand einer Einverständniserklärung
dokumentiert werden.
Voruntersuchung
- Die zu behandelnde Körperstelle sollte in einer Voruntersuchung
begutachtet werden, um zu erkennen, ob die anatomischen Voraussetzungen
für das gewünschte Piercing gegeben sind.
Schmuck und Materialien
- Es gibt verschiedene Materialien, die für den Ersteinsatz
geeignet sind. Ihr Piercer ist ein Fachmann und wird Ihnen das
für Sie am besten geeignete Material empfehlen. Dies muss
nicht immer Titan sein.
- Chirurgiestahl ist kein geeignetes Material für den Ersteinsatz,
da es Nickelanteile enthält und diese auch im Körper
abgibt. Auch Personen, die keine Nickelallergie haben, können
diese durch tragen dieses Materials bekommen. Also Vorsicht !!
Die Behandlung
- Lehnen Sie den Einsatz von Ohrlochpistolen am menschlichen Körper
unbedingt ab. Der sterile Einsatz mit Einmalmaterialien ist der
Anwendung von Pistolen immer vorzuziehen.
- Eine Betäubung mit Eis oder Kältespray birgt bei unsachgemäßer
Anwendung Risiken. Auch der Einsatz von Sprays oder Injektionen
kann gefährlich sein. Fragen Sie nach, wie und warum solche
Mittel zum Einsatz kommen, wie sie wirken und ob der Piercer in
der Lage ist, bei einem eintretenden Notfall die Erstversorgung
zu leisten.
- Es sollte Ihnen nach dem Eingriff eine schriftliche Pflegeanweisung
ausgehändigt werden und die Pflege Ihres neuen Piercings
sollte Schritt für Schritt erklärt und besprochen werden.
Ein Nachsorgetermin sollte ebenfalls mit Ihnen vereinbart werden.
- Ihr Piercer sollte im Falle eines Problems auch außerhalb
der Öffnungszeiten für Sie erreichbar sein.
Personen unter 14 Jahren dürfen nicht gepierct werden.
Dies ist auch mit dem Einverständnis der Eltern Illegal. Bei
Minderjährigen über 14 Jahren ist das Einverständnis
der Eltern Voraussetzung für das Piercing. Die Eltern sollten
beim Vorgespräch dabei sein und umfassend über alle bestehenden
Risiken und Folgen informiert werden, die ein Piercing, das bei
einem noch nicht ausgewachsenen Jugendlichen erfolgt, haben kann.
Weitere
Informationen finden Sie auf der Website der EAPP
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