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Tattoo, Entstehung und Geschichte


Tätowierungen sind eben so vergänglich wie das menschliche Leben. Höhlenmahlerei, Bildhauerei und Architektur hingegen überliefern die Kultur ganzer Völker .

Tätowierungen werfen immer Fragen nach Bedeutung, Sinn und Zweck auf und werden als Kunstform meist falsch beschrieben. Zwar gibt es bedeutende ethnografische Werke über die Geschichte der Tätowierung bei Urvölkern, doch wird das Phänomen in seiner Gesamtheit kaum erfasst.

Die Technik, mit der die Pigmente unter die Haut gebracht werden, hat im Lauf der Geschichte keine grundlegenden Veränderungen erfahren. Wohl aber gibt es große Qualitätsunterschiede hinsichtlich der Technik und Ästhetik.

Die Zeichnung muß fein und gleichmässig sein, handwerklich geht es um präzises Einstechen und das richtige Einbringen der Farbstoffe, ohne das Narben zurückbleiben.

So genannte primitive Kulturen haben erstaunliche Techniken entwickelt .

Bei den Inuits beispielsweise wird mit einer Nadel ein eingefärbter Faden unter der Haut durchgezogen und Stich für Stich quasi eingestickt .

Bei anderen Techniken wird mit Schnitten auf der Haut eine Flächeneinteilung vorgegeben. Die Felder werden dann mit Figuren ausgefüllt.

In Indochina verwendet man die sogenannte Beitel oder Kammtechnik. Dabei bedient man sich einer Nadelreihe oder einer aus entsprechend geschliffenen Tier oder Menschenknochen geformten Harke.

Der Tätowierer treibt dieses Instrument mit einem so genannten Malet, einem Schlagstock mit hoher Geschwindigkeit in die gestraffte Haut .

Eine weitere Technik ist die japanische Methode, die sich einer Reihe von Stöcken mit Nadeln bedient, die zu einem Muster angeordnet sind. Für Details braucht man nur bis zu drei Nadeln, für Linien dagegen mehrere und für Farbige Flächen schließlich eine große Anzahl an Nadeln.

Die elektrische Tätowiermaschine, die Samuel O`Reilly 1891 patentierte, hat inzwischen immer mehr Verbreitung gefunden. Daneben findet man auch die Rotationstechnik.